Unterwegs in Hubei

Vom 24. Oktober bis zum 02. November ist das Chinareise.com-Team wieder unterwegs auf einer Inspektionsreise durch Hubei und überprüft die Sehenswürdigkeiten, Hotels und Verkehrsverbindungen für unsere Kunden. Für europäische Touristen ist die zentralchinesische Provinz Hubei bisher noch wenig bekannt. Die meisten ausländischen Gäste kennen Hubei nur deswegen, weil sie eine Yangtze-Kreuzfahrt in Yichang starten oder enden möchten. Dies ist sicherlich unfair für eine Provinz mit langer Geschichte, unzähligen Kulturstätten und reichen touristischen Ressourcen. Neben Drei-Schluchten am Fluss Yangtze hat Hubei noch viel mehr zu bieten. Hubei war das Zentrum der Chu-Kultur, der Han-Kultur und der Drei-Reiche-Kultur und gilt als die Wiege des Daoismus. Die kulturhistorischen Altstädte Jingzhou und Xiangyang haben jeweils eine noch gut erhaltene Stadtmauer, die zu den Top 10 der sehenswertesten alten Stadtmauer in China gehören. Der Berg Wudang-Shan mit seinen zahlreichen taoistischen Tempelanlagen, großartigen Architekturen und schönen Berglandschaften steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Die Taiji-Kampfkunst auf Wudang-Shan ist weltweit berühmt. Eine weitere UNESCO-Stätte in Hubei ist Shennongjia, ein Naturreservat und Waldgebiet mit den größten Primärwäldern in Zentralchina. Shennongjia ist berühmt für seine große Pflanzenvielfalt, die legendären Wilde Menschen (Yeren, 野人) und spektakuläre Landschaften. Touristen bewundern in Shennongjia Schluchten, Höhlen, Wasserfällen, Bächen, Teichen und Seen auf vielen reizvollen Wanderwegen sowie seltene Goldstumpfnasen und andere Tiere. Wunderschöne Landschaften bieten neben Drei-Schluchten auch mehrere Nebenflüsse am Yangtze sowie der Grand Canyon von Enshi.

Auf dieser großen Rundreise durch Hubei besuchen wir die beiden größten Städte Wuhan und Yichang, die historischen Altstädte Jingzhou, Xiangyang und Suizhou sowie die zwei UNESCO-Stätten Shennongjia und Wudang-Shan. Wir berichten unterwegs die Impressionen aus Hubei und veröffentlichen die Fotos der Sehenswürdigkeiten direkt vor Ort.

Altstadt Jingzhou

Die Altstadt Jingzhou (荆州) in Hubei kann auf eine über 2600 Jahre Gesichte zurückblicken. Sie gilt als der Geburtsort der Chu-Kultur und das historische Zentrum der Kultur der Drei Reiche. Zu wichtigen Sehenswürdigkeiten gehören die gut erhaltene Stadtmauer, das Stadtmuseum, die Grabstätten Xiongjia Zhong sowie mehrere taoistische und buddhistische Tempel.

Yichang

Yichang (宜昌) ist mit mehr als 4 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Provinz Hubei nach Wuhan und liegt zwischen dem Ober- und Mittellauf des Yangtze. Viele kennen Yichang nur als Ort der Ein- und Ausschiffung für eine Yangtze-Kreuzfahrt. In Wirklichkeit kann Yichang auf eine 2400 Jahre alte Geschichte zurückblicken und ist reich an touristischen Ressourcen und Sehenswürdigkeiten. Zu den 10 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Yichang gehören:

  1. Drei-Schluchten-Staudammprojekt (三峡大坝)
  2. Xiling-Schlucht von Drei-Schluchten (长江三峡西陵峡)
  3. Shanxia-Renjia (三峡人家)
  4. Landschaftsgalerie von Qingjiang (清江画廊)
  5. Sanyou-Höhle (三游洞)
  6. Gezhouba-Staudamm (葛州坝)
  7. Museum für den Chinesischen Stör (中华鲟博物馆)
  8. Quyuan-Tempel (屈原故里)
  9. Chexi-Landschaftsgebiet (车溪民俗)
  10. Jiuwanxi (九畹溪)

Sehenswürdigkeiten in Yichang

Museum und Aufzuchtstation für den Chinesischen Stör

Museum, Aufzuchtstation und Forschungsinstitut für den Chinesischen Stör in Yichang. Der Chinesische Stör (中华鲟) ist eine stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Fischart und wird in China so wertvoll wie eine Art Großer Panda im Wasser geschützt. Der Chinesische Stör existiert im Reich der Mitte bereits seit 140 Millionen Jahren und lebt vorwiegend im Fluss Yangtze. Zur Fortpflanzung dieser Fischart wurde in Yichang das Forschungsinstitut errichtet. Von seiner Aufzuchtstation verlassen jährlich etwa 4,7 Millionen Fischbruten in den Yangtze.

Shennongjia

Shennongjia (神农架) ist ein Naturreservat und Waldgebiet mit den größten Primärwäldern in Zentralchina und steht seit Juli 2016 auf der UNESCO-Liste des Welterbes.

Landschaftsgebiet Tianshengqiao

Das Landschaftsgebiet Tianshengqiao ist eine malerische Schlucht in Shennongjia und bietet reizvolle Wanderwege durch eine beeindruckende Landschaft mit Höhlen, Wasserfällen, Bächen und Teichen.

Heiliger Berg Wudang-Shan

Das Wudang-Gebirge, oder Wuang-Shan (武当山), ist einer der berühmten heiligen Orte des Daoisimus in China und eine UNESCO-Stätte. 72 Gipfel, 36 Felsen, 24 Bergbächen, 11 Grötten, 10 Seen und 9 Terrassen sowie unzählige daoistische Tempel und Kulturgüter verteilen sich auf einer 312 km² großen Fläche auf dem Wudang-Shan. Das heilige Gebirge liegt im Gebiet der Stadt Shiyan, im Norden der Provinz Hubei. Seit der Tang-Zeit (518-907) bis zur Qingzeit (1616-1911) wurden auf dem Wudang-Gebirge insgesamt mehr als 500 Tempel gebaut. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) kam es zu einer Blüte in der Entwicklung des Daoismus in Wudang. Unter den Kaisern der Ming-Dynastie entwickelte sich der rituell geprägte Wudang-Shan zur Haustempel-Anlage der kaiserlichen Familie. Die alten Bauwerke auf dem Wudang-Gebirge symbolisieren das höchste Niveau der chinesischen Kunst und Architektur der letzten tausend Jahre.

Yuxu-Palast

Der Yuxu-Palast (玉虚宫) war die größte kaiserliche Tempelanlage im Wudang-Gebirge. Heute sind leider noch nur die Ruinen mit wenigen Bauten davon zu sehen. Der Yuxu-Palast befindet sich am Südfuß des Bergs Wudang-Shan und wurde ab dem 11. Regierungsjahr des Ming-Kaiser Yongle (1413) erbaut. Auf einer Fläche von 5 km² wurde diese kaiserliche Tempelanlage wie ein Palast mit einer Nord-Süd-Mittelachse errichtet. Innerhalb der Palastmauer befanden sich drei Innenstädte Wailuo-Cheng, Neiluo-Cheng und Zijin-Cheng sowie mehr als 2.200 Hallen, Tempel, Pagoden, Türme und Pavillons. Somit war der Yuxu-Palast die kaiserliche Tempelanlage nach dem Kaiserpalast in Peking. Durch große Brände in 1627 und 1745 wurde ein Großteil der Anlage zerstört. Eine Sturzflut im Jahre 1935 vernichtete weitere Gebäude.

Die Yuxu-Halle ist die Haupthalle im Yuxu-Palast. Die letzte große Renovierung der Yuxu-Halle begann im Mai 2007 und hat 5 Jahre gedauert. Heute sieht man auf den Palast-Ruinen das Nordtor (Haupttor), das Osttor, das Westtor, das zweite Haupttor auf der zentralen Achse, zwei 1036 Meter lange Palastmauer, zwei Pavillons kaiserlicher Stelen, die Grundrisse der 5 Hallen in der Innenstadt Neiluo-Cheng sowie die originalgetreu renovierten Yuxu-Halle und Drachen-Tiger-Halle.

Zixiao-Palast

Der Zixiao-Tempel (紫霄宫), auch Purpurwolkentempel genannt, ist das größte und am besten erhalten Bauwerk des Daoismus auf dem heiligen Berg Wudang-Shan. Auf der fünfstufigen Mittelachse stehen die Longshu-Halle (Drachen-Tiger-Halle), der Pavillon mit Stelen, die Shifang-Halle, die Zixiao-Halle, die Vater-Mutter-Halle sowie weitere 26 Bauwerke. Das zentrale Gebäude ist die aus Holz errichtete, symbolträchtige Zixiao-Halle.

Altstadt Xiangyang

Xiangyang (襄阳) ist eine historische und kulturelle Altstadt in der chinesischen Provinz Hubei, 330 km von der Provinzhauptstadt Wuhan entfernt. Die Altstadt Xiangyang am Han-Fluss wurde am Anfang der Han-Dynastie gegründet und kann auf eine über 2800 Jahre Geschichte zurückblicken. Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Xiangyang ist die über 7 km lange, alte Stadtmauer. Es gibt 6 Stadttoren mit Schutzmauern, Türme auf der Mauer an der Ecke sowie bis 250 m breite Wassergräben, die mit dem Han-Fluss verbunden sind. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage fanden in der Umgebung von Xiangyang zahlreiche Schlachten statt. Am berühmtesten war die mehr als 5 Jahre lange Belagerung von Xiangyang (1267-1273) durch den mongolischen Angreifer Kublai Khan. Mit der Einnahme der Stadt Xiangyang endete der südlichen Song-Dynastie. Kublai Khan wurde zum Kaiser von China in der Yuan-Dynastie.

 

Wuhan – Hauptstadt der Provinz Hubei

Nach einer Woche Inspektionstour durch die zentralchinesische Provinz Hubei ist das Chinareise.com-Team wieder zur Provinzhauptstadt Wuhan (武汉) zurückgekommen. Wuhan ist eine riesige Metropole mit knapp 10 Millionen Einwohnern und besteht aus drei kleineren Städten Wucheng, Hankou und Hanyang, die durch Yangtze und Han-Fluss aufgeteilt sind. Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten in Wuhan gehören die Gelbe Kranichpagode Huanghe-Lou, der Ostsee Donghu, das Provinzmuseum Hubei sowie mehrere alte Tempel.

  1. Turm des Gelben Kranichs (Huanghe-Lou, 黄鹤楼)
  2. Provinzmuseum Hubei (湖北省博物馆)
  3. Ost-See in Wuhan (Donghu, 东湖)
  4. Yangtze-Brücke in Wuhan (武汉长江大桥)
  5. Guiyuan-Tempel (Guiyuan-Si, 归元禅寺)
  6. Changchun-Tempel (Changchun-Guan, 长春观)
  7. Museum der Revolution von 1911 (辛亥革命博物馆)
  8. Wuhan Universität (武汉大学)
  9. Mulan-Landschaftszone (花木兰风景区)
  10. Baotong-Tempel (宝通禅寺)

Sehenswürdigkeiten in Wuhan

Gelbe Kranichpagode

Die Gelbe Kranichpagode Huanghe-Lou (黄鹤楼), auch der Turm des Gelben Kranichs genannt, ist das Wahrzeichen von Wuhan und liegt am Nordufer des Flusses Yangtze. Der Turm wurde im Jahre 223 erricht und später mehrmals zerstört und wieder gebaut. Die Gelbe Kranichpagode hat im Inneren 9 Stockwerke und erscheint äußerlich jedoch fünfstöckig. Von hier aus haben Besucher einen herrlichen Blick auf die Stadt Wuhan und den Fluss Yangtze.

Antikes Glockenspiel im Provinzmuseum Hubei

Im Provinzmuseum Hubei ist ein antikes Glockenspiel aus dem Grab des Fürsten Yi von Zeng (433 v. Chr.) aufbewahrt. Das berühmte Glockenspiel (Bian-Zhong, 编钟) besteht aus 65 zweitönigen Bronzeglocken und ist damit das größte dieser Art in China. Die größte der Glocken wiegt 204 Kilogramm und ist 1,53 Meter lang. Als Chinas alte Musikinstrumente wurden die Bronzeglocken in einen hölzernen Rahmen gehängt und mit Schlägeln geschlagen. Je nach Größe wurde das Glockenspiel von einer oder mehreren Personen bedient, häufig begleitet vom Klangsteinspiel Bian-Qing (编磬). Im Aufführungssaal des Provinzmuseums werden antike Musikstücke auf einem Nachbau des Rieseninstruments regelmäßig aufgeführt. Das Provinzmuseum Hubei liegt am zauberhaften Ostsee und hat neben dem Glockenspiel eine Sammlung von über 200000 kulturhistorische Kostbarkeiten.

Ost-See in Wuhan

Der Ost-See in Wuhan, auch Donghu (东湖) genannt, ist ein großer See östlich der Stadt und ein ausgedehntes Erholungsgebiet. Er ist zwar etwas weniger bekannt wie der West-See in Hangzhou. Mit einer Fläche von 33 Quadratkilometern ist der Ost-See in Wuhan jedoch sechsmal so groß wie der West-See in Hangzhou. Im Park am Ufer gibt es Teehäuser, Pavillons, Gärten und Berge sowie das bekannte Provinzmuseum von Hubei. Das Landschaftsgebiet vom Ost-See werden in sechs Landschaftszonen aufgeteilt, nämlich die Tingtao-, die Moshan-, die Luoyan-, die Bairna-, die Luohong- und die Chuidi-Landschaftszone. Die Chu-Burg sowie der Pflaumengarten, der Kirschgarten und der Wuhan Botanischen Garten in Moshan sind landesweit bekannt. Die Landschaftszone Tingtao war einst ein Privatgarten von Zhoucangbai, einem reichen Banker und Geschäftsmann in Wuhan. Hier gibt es Pavillons, Wandelgänge, Brücke und den größten Binnensee-Badestrand Chinas. Der Xingyinge-Turm ist ein spezielles Bauwerk zur Erinnerung an den patriotischen Dichter Qu Yuan. In Luohong-Landschaftszone liegt die Wuhan-Universität, die für ihre historischen Prachtbauten im Palaststil sowie für ihre Kirschblüten im März berühmt.

Weitere Reiseinfos über Hubei

Bisherige Reiseberichte in der Serie “Unterwegs in China”

 

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Unterwegs in Shanghai und Yangtze-Flussdelta

Wasserdorf Zhouzhuang

Auf einer Inspektionsreise nach Shanghai im August und September haben die Mitarbeiter von Chinareise.com die beiden Städte Suzhou und Hangzhou, im Volksmund als Paradiese auf Erden bezeichnet, sowie die Wasserdörfer Tongli und Zhouzhuang mit zahlreichen Wasserkanälen, eindrucksvollen Steinbrücken und traditionellen Wohnhäusern besucht. Außerdem sind wir zur Insel Shengsi gefahren. Die Insel mit mehreren Stränden, zwei Luxus-Resorts am Meer sowie zauberhaften Fischerdörfern ist ein idealer Ort für Erholung und Baden in der Nähe von Shanghai im Anschluss an eine China-Rundreise.

Shanghai Skyline

Von der Uferpromenade Bund aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Shanghai. Mehr dazu unter:

Shanghai Wolkenkratzer und Sky Walks

Von einer der Aussichtsplatten der Wolkenkratzer bzw. Skywalks genießt man einen herrlichen Überblick über die Metropole Shanghai. Mehr dazu unter

Insel Shengsi bei Shanghai

Das Chinareise.com-Team fährt von Shanghai über die 32,5 Kilometer Seebrücke Donghai Daqiao zum Tiefwasserhafen Yangshan und nimmt von dort eine Schnellfähre in knapp 1 Stunde zur Hauptinsel Shengsi des gleichnamigen Archipels. Auf der Shengsi-Insel gibt es mehrere traumhafte Strände. Davon sind die zwei Strände Jihu-Beach im Norden und Nanchangtu-Beach im Süden am schönsten. Direkt am Strand liegt jeweils ein 5-Sterne-Strandresort. Neben Schwimmen und Sonnenbaden sorgen auch zahlreiche Ausflugsziele auf Shengsi für Abwechslungen. Sehr sehenswert sind die imposante buddhistische Tempelanlagen Lingyin Chansi auf dem Dabeishan-Berg, das einzigartige Fischerdorf Donghai-Yucun mit wunderschönen Wandmalereien sowie die fantastischen Wanderrouten an der Ostküste. Wer das Leben in einem Fischer-Dorf kennen lernen und einheimische Spezialitäten probieren möchte, der soll ein Paar Tage auf einer der Nebeninseln im Shengsi Archipel verbringen.

Histrorische Straße in Suzhou bei Nacht

Suzhou ist als Paradies auf Erden und als Garten- und Seidenstadt bekannt. Seine zahlreiche private Gärten sind die beliebten Hauptattraktionen für Touristen tagsüber. Einen entspannten Bummel durch die kulturhistorischen Straßen von Suzhou am Abend sollte man sich nicht entgehen lassen.

Das Wasserdorf Tongli

Das Wasserdorf Tongli liegt nur 30 km südlich von der Gartenstadt Suzhou entfernt und ist ein beliebtes Reiseziel im wasserreichen Yangtze-Delta. Das Städtchen Tongli kann auf eine über 1000 Jahre alte Geschichte zurückblicken und ist berühmt für seine verwickelte Kanäle, stillvolle Steinbrücken, antike Architektur und private Gärten. 15 kleine Flussgassen durchziehen die Stadt, über die rund 49 Steinbrücken in verschiedenen Stilen überspannt sind. Gut erhaltene alte Gebäude aus der Ming- und Qing-Zeiten stehen an Flussufern. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Tongli gehören ein Garten, zwei Wohnhöfen und drei Brücken. Der Tuisi-Garten in Tongli liegt auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Das Wasserdorf Zhouzhuang

Zauberhafter Eindruck vom Wasserdorf Zhouzhuang mit dichten Flusskanälen, traditionellen Wohnhäusern und 14 antiken Brücken. Mit einer Geschichte von 900 Jahren gilt Zhouzhuang als ein der schönsten Wasserdörfer in Jiangnan, dem wasserreichen Gebiet im Yangtze-Delta. Zhouzhuang befindet sich 38 Kilometer südöstlich von der Gartenstadt Suzhou und ist von Shanghai mit einem Bus in etwa eineinhalb Stunden zu erreichen.

Reiseinfos & Angebote für Shanghai & Yangtze-Flussdelta

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Unterwegs in Xian

Unterwegs in Xian: Historisches Museum

Ende August hat das Chinareise.com-Team eine Inspektionstour nach Xian untergenommen. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten wie der Terrakotta-Armee, der Stadtmauer von Xian, der Großen- und Kleine Wildganspagoden sowie dem historischen Provinzmuseum und weiteren Museen haben wir auch einige Ausflugsziele in der Umgebung von Xian besucht: den taoistischen heiligen Berg Huashan östlich von Xian sowie das Yuanjiacun-Dorf, das Zhaoling-Mausoleum und den Famensi-Tempel im Nordwesten von Xian. Außerdem haben wir uns die Hotels genau angeschaut.

Die Terrakotta-Armee

Die Terrakotta-Armee ist die wichtigste Sehenswürdigkeit von Xian.

 

Die Stadtmauer von Xian

Die antike Stadtmauer von Xian wurde in dem 14. Jahrhundert während der Ming Dynastie gebaut und ist heute die größte und vollständigst erhalten gebliebene Stadtmauer Chinas. Es gilt als ein besonderes Erlebnis, mit einem geliehenen Fahrrad auf der 13,74 km langen Stadtmauer die Altstadt Xian einmal zu umfahren.

Das Huashan-Gebirge bei Xian

Das Huashan-Gebirge mit grandiosen Landschaften, ein Ausflugsziel von Xian aus.

Ausflugsziele von Xian

Neben dem taoistischen heiligen Berg Huashan im Osten der Stadt Xian gibt es noch weitere Ausflugsziele von Xian aus. Sehenswert sind einige Attraktionen im Nordwesten Xian wie zum Beispiel das Yuanjiacun-Dorf, das Zhaoling-Mausoleum und der Famensi-Tempel, die man im Rahmen eines Tagesausflugs von Xian aus besuchen kann.

Famensi-Tempel: Ausflugsziel von Xian

Famensi-Tempel: Ausflugsziel von Xian

Das Wyndham Hotel in Xian

Warum man in Xian im Wyndham Hotel übernachten soll? Kulinarischer Genuss kann ein guter Grund dafür sein. Das Hotel bietet eine große Vielfalt an heimischen Spezialitäten und internationalen Köstlichkeiten.

Reiseinfos und Angebote für Xian

 

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Air China eröffnet neue Flugverbindung zwischen Peking und Warschau

Air China

Ab dem 21. September fliegt die Air China nonstop direkt von Peking nach Warschau. Die Flüge CA737/8 werden von der Air China viermal wöchentlich montags, mittwochs, freitags und samstags durchgeführt. Der Hinflug CA737 startet in Peking um 2:30 Uhr in der Nacht und landet in Warschau um 6:20 Uhr am frühen Morgen. Der Rückflug CA738 startet in Warschau um 14:10 Uhr und landet in Peking um 4:30 Uhr am folgenden Tag. Auf der Flugstrecke Peking-Warschau wird ein Airbus 330-200 eingesetzt, der in der Business Class über vollständig ausklappbare Sitze verfügt sowie in allen Klassen ein persönliches AVOD-System bietet, wodurch allen Passagieren ein wirklich angenehmes Flugerlebnis garantiert ist.

Flugverbindung zwischen Peking und Warschau:

  • Peking – Warscau CA737 (02:30/06:20), Mo, Mi, Fr & Sa
  • Warschau – Peking CA738 (14:10/04:30+1), Mo, Mi, Fr & Sa

Die Flugstrecke Peking-Warschau ist nach Air Chinas Einführung des Direktflugs Minsk-Peking-Budapest der zweite internationale Langstrecken-Direktflug der Fluggesellschaft, der China mit Zentral- und Osteuropa verbindet.

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Lufthansa und Air China bündeln Flugangebote

Lufthansa & Air China

Lufthansa und Air China wollen noch enger zusammenarbeiten und unterzeichneten am 20. September 2016 in Peking eine weitreichende Partnerschaftsvereinbarung. Im Rahmen eines kommerziellen Joint Ventures vermarkten Lufthansa und Air China Flüge zwischen Europa und China künftig zusammen. Mit dabei sind Austrian Airlines und Swiss. Damit sollen die beiderseitigen Codesharing-Verbindungen erheblich ausgeweitet und die geschäftliche Zusammenarbeit intensiviert werden.

Als Start wird der Sommerflugplan 2017 angegeben. Pas­sa­giere profitieren dann von günstigeren Flugangeboten und einer flexibleren und größeren Flugauswahl. Durch die Kooperation werden Codeshare-Flüge ausgebaut, die Flugpläne besser aufeinander abgestimmt und gemeinsame Tarife angeboten.

Mit der Unterzeichnung des Joint Ventures werden zweijährige Gespräche abgeschlossen, die im Juli 2014 mit einer Absichtserklärung begonnen hatten. Sie stellt die engste Zusammenarbeit dar, die solche Fluggesellschaften vereinbaren können, ohne sich vollständig zusammenzuschließen.

Die beiderseitigen Codesharing-Verbindungen sollen mit dem Joint Venture erheblich ausgeweitet und die geschäftliche Zusammenarbeit intensiviert werden. Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa strebt eine engere Zusammenarbeit mit Air China an, um ihre Position in Asien, dem weltweit am schnellsten wachsenden Luftfahrtmarkt zu verbessern, während der europäische Luftverkehr sich abschwächt. Das Joint Venture mit Air China ist die dritte Kooperation in Asien. Lufthansa hat bereits mit der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) und mit Singapore Airlines ähnliche Partnerschaft beschlossen.

Flugangebote nach China:

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Unterwegs in Sichuan

Panda in Bifengxia-Aufzuchtstation bei Yaan in Sichuan

Das Chinareise.com-Team ist wieder unterwegs, diesmal nach Sichuan. Wir fliegen am 18. September mit Air China von Frankfurt nonstop nach Chengdu und am 25. September zurück. In etwa einer Woche möchten wir uns einige Reiseziele in Sichuan genau anschauen, nämlich Sichuans Hauptstadt Chengdu, das antike Bewasserungssystem und der taoistische Berg Qingcheng-Shan in Duijiangyan, die Bifengxia Panda-Aufzuchtstation bei Yaan, den Großen Buddha von Leshan und den heiligen buddhistischen Berg Emeishan. Am Ende dieser Inspektionstour sind wir dann auf der Tourismusmesse „The 3rd Sichuan International Travel Expo“. Mit den Kollegen vor Ort möchten wir über neue Reiseideen und weitere Entwicklung für Sichuan Reisen diskutieren.

Der Zhaojue-Tempel in Chengdu

In Sichuans Hauptstadt Chengdu haben wir den Zhaojue-Tempel besucht, einen buddhistischen Tempel aus der Zeit (627-649) der Tang-Dynastie. Der Zhaojue-Tempel, auch Zhaojuesi genannt, ist nicht nur in China bekannt, sondern auch in vielen ostasiatischen Ländern, insbesondere in Japan.

Yongling Mausoleum in Chengdu

Das Yongling Mausoleum liegt in dem nordwestlichen Viertel von Chengdu und wird auch das Grab von Wang Jian genannt, der erste Kaiser des Frühen Shu Reiches während der Zeit der Fünf Dynastien.

Die Altstraße Jinli in Chengdu

Die Altstraße Jinli in Chengdu wurde bereits im Königreich Shu (221-263) als Geschäftsstraße erbaut und später immer erweitert und rekonstruiert. Die 550 Meter lange Altstraße ist heute eine beliebte Fußgängerzone mit alten Gebäuden im architektonischen Stil aus der späten Qing-Dynastie. Entlang der Altstraße Jinli befinden sich Gasthöfe, Villen, Teehäuser, Bars, Restaurants, Geschäfte und Entertainment-Einrichtungen, die mit der Volkskultur im Königreich Shu und in Sichuan verbunden sind. Wer sich für die lokale Sichuan-Küche interessiert, der findet hier an der Jinli Altstraße ein riesiges Angebot für den kulinarischen Genuss. Neben der Altstraße Jinli liegt der berühmte Wuhou-Tempel.

Die Nanqiao-Brücke in Dujiangyan

Die Brücke Nanqiao (南桥) liegt im Landschaftsgebiet Dujiangyan bei Chengdu und ist für ihre kunstvolle Waldmalerei, Holzschnitzerei sowie Kalligraphie als malerischer Pavillon über Wasser (水上画楼) bekannt. Das antike Bewässerungssystem Dujiangyan ist eine UNESCO-Stätte. Nanqiao bedeutet südliche Brücke auf Chinesisch und wurde ursprünglich Puji-Brücke genannt, eine Holzbrücke in 1878. Die Brücke wurde mehrmals zerstört und wieder gebaut. Sie erhielt ihren heutigen Name Nanqiao seit 1958 und ist unter Denkmalschutz.

Der Qingcheng-Berg bei Dujiangyan

Der Qingcheng-Berg in Sichuan ist einer der vier berühmten taoistischen Berge Chinas und gilt als eine der Ursprungsorte des Taoismus. Er liegt innerhalb der Stadt Dujianyan, 60 km nördlich von Chengdu entfernt. Qingcheng bedeutet Grüne Stadt, weil der grün bestandene Berg von weit betrachtet wie eine Stadt aussieht. Sehenswert sind auf dem Qingcheng-Berg einige Dutzende gut erhaltener taoistische Paläste und Klöster, in denen zahlreiche antike Sehenswürdigkeiten erhalten und Handschriften berühmter Dichter in Neuzeit aufbewahrt sind. Am 29. November 2000 wurde der Qingcheng-Berg in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Panda-Aufzuchtstation in Bifengxi bei Yaan

Keine Sichuan-Reise ist perfekt ohne Pandas. Statt der Panda Forschungs- und Aufzuchtstation in der Stadt Chengdu besuchen wir die Panda-Aufzuchtstation in Bifengxi-Landschaftsgebiet, also im Naturreservat mit schönen Landschaften. Bifengxia, oder Bifeng-Schlucht, ist sehr weit ausgedehnt und überspannt eine tiefe Schlucht mit Flüssen, Wasserfällen und Wäldern. Die Panda-Aufzuchtstation befindet sich tief in der Schlucht. Nach dem Erdbeben 2008 in Sichuan sind die Pandabären von Wolong-Naturschutzgebiet nach Bifengxia umgezogen. Heute leben hier mehr als 80 Pandas. Damit ist die Panda-Aufzuchtstation in Bifengxi der größte Pandagarten in China. Das Bifengxia-Landschaftsgebiet ist etwa 150 km südwestlich von Chengdu entfernt und mit dem Auto in 2 bis 2,5 Stunden zu erreichen. Die nahe gelegene Stadt ist Yaan. Den Besuch der Panda-Aufzuchtstation in Bifengxia kann mit dem alten Dorf Shangli kombinieren.

Der Große Buddha von Leshan

Der Große Buddha von Leshan steht in einer Felswand des Lingyun-Berges am Ostufer des Flusses Minjiang östlich der Stadt Leshan. Er wurde im Jahre 713 während der Tang-Dynastie gebaut. Die Bauarbeiten haben insgesamt 90 Jahre gedauert. Mit 71 m Höhe ist der Große Buddha von Leshan die weitweit größte Steinbuddhafigur. 1996 wurde er in die UNESCO-Liste aufgenommen. In der Umgebung gibt es weitere buddhistische Tempel und Grotten, wo viele kleinere Buddha-Statuen zu bewundern sind.

Der Dafo-Tempel am heiligen Berg Emeishan

Der Dafo-Tempel, auch Dafosi (大佛寺), Dafodian (大佛殿) oder Großer-Buddha-Tempel genannt, ist der Ausgangspunkt des Pilgerwegs zu den verschiedenen Tempeln auf den heiligen Berg Emeishan und liegt am östlichen Bergfuß in der Stadt Emeishan. Im Dafo-Tempel beherbergt eine 12 Meter hohe Bronzestatue des Bodhisattva (Guanyin) mit tausend Seelenhänden und tausend Seelenaugen. Der buddhistische Tempel wurde in der Ming-Dynastie mit einer Bauzeit von 15 Jahren errichtet, in 1958 jedoch zerstört und erst in 2008 wieder neu erbaut. Er wird seitdem auch Dafo-Chanyuan (大佛禅院) genannt. Heute sehen Pilger und Besucher hier zahlreiche buddhistische Tempelanlagen, darunter Kongque-Mingwang-Halle, Maitreya Halle, Decang Halle, Yaoshi Halle, Wenshu Halle, Quanyin Halle, Puxian Halle sowie die Haupthalle Daxiongbaodian und Cangjing-Lou. Zum Tempel Dafo Chanyuan gehört heute auch die buddhistische Hochschule Sichuan Buddhist.

Sichuan Reisemesse SCITE 2016

Chinareise.com auf der Reisemesse “The 3rd Sichuan International Travel Expo” (SCITE 2016) in Leshan.

Angebote für Sichuan Reisen

Weitere Reiseinfos über Sichuan

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Vorschriften für China-Visum verschärft

China-Visum

China-Visum kann ab dem 10. August 2016 nur unter den strengeren Bestimmungen erteilt werden.

Antragsteller, deren Reisepässen nach dem 1. Januar 2014 ausgestellt wurden, müssen auch den alten, abgelaufenen Pass bei der Visumbeantragung vorlegen. Sollte der alte Pass eingezogen worden sein, müssen Antragsteller eine unterschriebene Erklärung vorlegen, wann und wo das Dokument abgegeben wurde. Außerdem verlangt China eine Liste aller Länder, die der Antragsteller in den letzten drei Jahren, also ab dem 1. Januar 2014, besucht hat, bevor der aktuelle Reisepass ausgestellt wurde. Auch die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes müssen dort angegeben werden. Dies gilt für die Aufenthalte auch in den europäischen Ländern.

Mit dieser strengeren Praxis bei der Erteilung eines China-Visums will China überprüfen, welche Staaten der Antragsteller in der Vergangenheit besucht hat.

Die Gründe dafür, warum gerade jetzt und nur für die Anträge mit neuen Reisepässen ab dem 1. Januar 2014 die Vorschriften für die Erteilung eines China-Visums verschärft werden, sind nicht bekannt gegeben. Ebenfalls ist es nicht bekannt, bis wann die verschärften Visumvorschriften gelten. Dem Auswärtigen Amt zufolge gebe es Hinweise, dass dies nur eine vorübergehende Regelung ist, die im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel steht, das am 4. und 5. September in Hangzhou stattfinden wird. Zurzeit gibt es erhebliche Reiseeinschränkungen in Hangzhou sowie verstärkte Sicherheitsvorkehrungen auch in den umliegenden Städten wie Shanghai.

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Zwei neue UNESCO-Welterbestätten in China

Altar in Shennongjia

China hat vor Kurzem zwei weitere UNESCO-Welterbestätten bekommen. Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 40. Tagung im Juli 2016 in Istanbul das Naturreservat und Waldgebiet Shennongjia zum Weltnaturerbe und die Felsmalereien am Berg Huashan entlang des Flusses Zuojiang zum Weltkulturerbe erklärt. China hat nun insgesamt 50 Weltkultur- und Weltnaturerbestätten und steht somit auf Platz 2 der Weltrangliste hinter Italien mit 51 UNESCO-Welterbestätten.

Shennongjia Waldgebiet (神农架林区)

Shennongjia Naturschutz- und Waldgebiet befindet sich im Westen der zentralchinesischen Provinz Hubei (湖北) und umfasst eine Fläche von über 3000 Quadratkilometern. Mit einem kompletten subtropischen Waldökosystem und reicher Artenvielfalt trat Shennongjia 1990 dem UNESCO-Weltnetz der Biosphärenreservate bei und wurde 2013 in die UNESCO-Liste des Welt-Geoparks aufgenommen. Neu in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes eingetragen sind zwei Teilgebiete von Shennongjia, nämlich das Naturreservat Shennongding (神农顶) und Badong (巴东) im Westen und das Waldgebiet von Laojunshan (老君山) im Osten. Shennongjia schützt die größten Primärwälder in Zentralchina und den Lebensraum für viele seltene Tierarten, wie z.B. die chinesische Riesensalamander, die Goldenen Stumpfnasenaffen, der Nebelparder und den asiatischen Schwarzbären.

Shennongjia Waldgebiet

Shennongjia Waldgebiet

Goldene Stumpfnasenaffen in Shennongjia

Goldene Stumpfnasenaffen in Shennongjia

Huashan-Felsmalereien am Fluss Zuojiang (左江花山岩画)

Neu in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen sind die Felsmalereien an steilen Felswänden am Berg Huanshan (花山) entlang des Flusses Zuojiang (左江) in der Provinz Guangxi (广西) im Südwesten Chinas in der Grenzregion zu Vietnam. Die Huashan-Felsmalereien (花山岩画) stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. und bilden das Leben und die Rituale des Volks der Luoyue (骆越) ab. Die Luoyue sind die alten Vorfahren der heutigen Zhuang-Nationalität (壮族). In einer mehr als 200 Kilometer langen Karst-, Fluss- und Plateau-Landschaft entlang des Flusses Zhujiang und seines Nebenflusses Mingjiang gibt es 89 Orten mit über 5.000 Felsmalereien. In die UNESCO-Liste eingetragen sind 38 Orten mit mehr als 3.800 Felsmalereien, die sich über das von den Zhuang bewohnte Gebiet von Ningming, Longzhou, Jiangzhou und Fusui erstrecken. Die Huashan-Felsmalereien zeigen Zeremonien, die als Darstellung der früher in Südchina dominierenden Bronzetrommel-Kultur (铜鼓文化) interpretiert werden. Diese Kulturlandschaft ist heute das einzig erhaltene Zeugnis dieser Kultur.

Zuojiang Huashan Felsmalereien

Zuojiang Huashan Felsmalereien

Etwas 150 km nördlich vom Gebiet der Huashan-Felsmalereien liegt die beliebte Sehenswürdigkeit Detian-Wasser an der Grenze zu Vietnam. Guangxi ist berühmt für seine wunderschöne Karstlandschaften.

Detian Wasserfall

Detian Wasserfall an der China-Vietnam-Grenze

Bootsfahrt am Detian-Wasserfall

Bootsfahrt am Detian-Wasserfall

Karstlandschaft in Daxin

Guangxi ist berühmt für seine schöne Karstlandschaften

Chinas Weltkultur- und Weltnaturerbestätten

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Reiseeinschränkungen in Hangzhou während des G20-Gipfels im September

Westsee in Hangzhou

Am 4. und 5. September 2016 findet der G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou statt. Im Vorfeld und während des G20-Gipfels müssen Touristen mit erheblichen Reiseeinschränkungen in Hangzhou sowie verstärkten Sicherheitsvorkehrungen auch in den umliegenden Städten wie Shanghai rechnen.

Nachdem dem G20-Gipfel 2015 in Istanbul wurde China als Gastgeber des Gipfels in 2016 gewählt. Statt der Hauptstadt Peking und der Metropole Shanghai ist die Stadt Hangzhou der Austragungsort des G20-Gipfels in China. Hangzhou ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang und liegt etwa 180 Kilometer südwestlich von Shanghai entfernt. Man braucht nur knapp 1 Stunde, mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Shanghai nach Hangzhou zu fahren. Als das Paradies auf Erden und auch als Stadt des Tees und der Seide berühmt, ist Hangzhou ein der beliebtesten Reiseziele Chinas und verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören der auf der UNESCO-Liste stehende Westsee, der Lingyin-Tempel, die Teeplantagen für den berühmte Grüntee Longjing (Drachen-Brunnen-Tee) und der Kaiserkanal. Auch das Apothekenmuseum, das Teemuseum, das Seidenmuseum und das Porzellanmuseum erfreuen sich großer Beliebtheit unter Touristen aus aller Welt. Neben der Bootsfahrt auf dem Westsee kann man die Stadt Hangzhou auch mit einem Fahrrad gut erkunden. Im Stadtgebiet stehen den Bewohnern und Touristen an mehr 2.400 Mietstationen über 60.000 Fahrräder zur Verfügung. Rund 370 Fahrradverleih-Stände davon sind mit zweisprachigen Schildern in Chinesisch und Englisch ausgestattet.

Leider müssen Besucher in Hangzhou in den kommenden Wochen wegen des G20-Gipfels Reiseeinschränkungen hinnehmen. Schon jetzt im Vorfeld werden Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Bereits angeordnet ist, dass vom 1. bis 7. September Behörden, Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen bleiben. Die Schulen beginnen normalerweise am 1. September nach den Sommerferien, diesmal jedoch erst am 8. September. China National Tourism Administration hat am 4. August offiziell bekannt gegeben, dass alle organisierte Gruppentouren in Hangzhou vom 28. August bis zum 7. September eingestellt werden müssen. Wer trotzdem individuell nach Hangzhou reist, muss damit rechnen, dass in diesem Zeitraum Straßen und Sehenswürdigkeiten in manchen Stadtteilen teilweise oder vollständig gesperrt werden könnten. Wegen strengerer Sicherheitskontrolle am Flughafen und Bahnhof muss man für An- und Weiterreise mehr Zeit als üblich einplanen.

Die G20 ist die Abkürzung für Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Zu den G20-Mitgliedern gehören die Europäische Union und 19 weitere Länder – Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Südkorea, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, die Türkei, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. An dem G20-Gipfel nehmen die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder, die Finanzminister und Zentralbankchefs sowie Vertreter der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds, des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC), der Weltbank und der OECD teil.

Der G20-Gipfel 2017 findet am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt.

Weitere Informationen über Hangzhou

Reiseangebote für Hangzhou

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Grenzübergänge zwischen Tibet und Nepal

Kombinationsreisen Tibet und Nepal auf dem Landweg

Tibet-Nepal-Kombinationsreise: Potala-Palast in Lhasa

Wer eine Kombinationsreise Tibet und Nepal auf dem Landweg unternimmt, muss bei seiner Reiseplanung die folgenden zwei wichtigen Fragen erklären:

  1. In welcher Richtung soll die Überlandtour durchgeführt werden? Möchten Sie von Tibet nach Nepal oder umgekehrt von Nepal nach Tibet fahren?
  2. Entlang welcher Reiseroute und durch welchen Grenzübergang soll die Überlandtour verlaufen?

Überland von Tibet nach Nepal oder umgekehrt von Nepal nach Tibet?

Bei der Entscheidung für die Fahrrichtung spielen die Besonderheiten für das Chinavisum und die Sondergenehmigung für Tibet (Tibet-Permit) eine wichtige Rolle. Beim Besuch von Tibet benötigen ausländische Touristen neben einem Chinavisum zusätzlich eine Sondergenehmigung für Tibet, auch allgemein als Tibet-Permit bekannt. Falls Sie überland von Tibet nach Nepal fahren möchten, beantragen Sie bereits zu Haus in Deutschland, Österreich oder der Schweiz das Chinavisum und lassen den Reiseveranstalter die Tibet-Sondergenehmigung für Sie organisieren. Sie haben also die zwei wichtigen Reisedokumente, nämlich das Chinavisum und das Tibet-Permit, in Ihrem Reisegepäck bevor Sie abreisen. Sollten Sie hingegen von Nepal über Landgrenze nach Tibet fahren möchten, können Sie das Chinavisum und das Tibet-Permit nicht im Voraus sondern nur in Kathmandu vor Ort beantragen. Dafür benötigen Sie mindestens drei Arbeitstage. Sie müssen also Ihren Aufenthalt in Kathmandu bzw. in Nepal für so lang einplanen, dass Sie über genügende Zeit für die Beantragung des Chinavisums und des Tibet-Permits verfügen. Eine Garantie für die Erteilung des Visums und des Permits besteht trotzdem nicht.

Es ist daher wesentlich einfacher und sicherer, die Überlandtour von Tibet nach Nepal durchführen zu lassen.

Grenzübergänge zwischen Tibet und Nepal

Es gibt grundsätzlich nur drei Grenzübergänge zwischen Tibet und Nepal.

Grenzübergang Zhangmu / Kodari

Der Grenzübergang Zhangmu / Kodari ist am berühmtesten und wurde bis vor dem Erdbeben am 25. April 2015 am meisten benutzten für Überlandtouren zwischen Lhasa und Kathmandu. Der 716 km lange Friendship-Highway von Lhasa nach Zhangmu ist eine Teilstrecke der berühmtesten und schönsten Nationalstraße G318 Chinas ab Shanghaier Volksplatz. Die Straße von Kodari nach Kathmandu auf der nepalesischen Seite ist 115 km lang und wird Araniko Highway genannt.

Nach dem Erdbeben in 2015 bleibt der Grenzübergang Zhangmu / Kodari bis heute geschlossen. Die chinesischen Grenzstadt Zhangmu wurde nach dem Erdbeben vollständig evakuiert und ist bisher gesperrt. Die Bewohner wurden umgesiedelt. Es gibt keine Planung für Wiederaufbau der Bergstadt Zhangmu und Wiedereröffnung des Grenzüberganges nach Kodari. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Grenzstadt Zhangmu endgültig aufgegeben und der Grenzübergang Zhangmu / Kodari für immer geschlossen wird, da die Investitionen in den kommenden Jahren an die Stadt Kyirong und den Grenzübergang Kyirong / Rasuwa gehen werden.

Grenzübergang Kyirong / Rasuwa

Der Grenzübergang Kyirong / Rasuwa existiert bereits seit 1972. Da die Straße sowohl auf der chinesischen als auch auf der nepalesischen Seite schlecht war, wurde der Grenzübergang hier im Vergleich zu Zhangmu / Kodari selten benutzt und musste zeitweise wieder geschlossen werden. Im Jahre 2010 hat China einen Masterplan zur Belebung und Entwicklung des Grenzübergangs Kyirong / Rasuwa erlassen. Zu diesem Grenzübergang wurden neue Straßen gebaut. Geplant ist zudem die Verlängerung der bekannten Tibet-Bahn von Shigatse nach Kyirong bis 2020.

Nach dem Erdbeben in 2015 musste auch der Grenzübergang Kyirong / Rasuwa geschlossen werden. Ab dem 13. Oktober 2015 ist er wieder geöffnet worden. Da die Grenze an Zhangmu geschlossen bleibt, gilt der Grenzübergang Kyirong / Rasuwa momentan als die einzige Straßenverbindung zwischen Tibet und Nepal.

Der Grenzübergang Kyirong / Rasuwa ist jedoch nur für Güterverkehr sowie für Touristen ausschließlich aus China und Nepal zugänglich. Reisende aus Drittländern wie zum Beispiel aus Europa dürfen bisher den Grenzübergang Kyirong / Rasuwa nicht passieren. Laut Bericht vom chinesischen staatlichen Fernsehsender CCTV am 24. April 2016 soll der Tibet-Nepal-Grenzübergang zwischen Kyirong und Rasuwa im Juni 2016 auch für ausländische Touristen erstmals geöffnet werden. Leider gibt es auch im August immer noch keine offizielle Mitteilung von zuständigen Behörden, wann die Grenze zwischen Kyirong und Rasuwa für Ausländer zugänglich wird.

Von Lhasa nach Kyirong fährt man zuerst wie bisher auf dem Friendship Highway bzw. der Nationalstraße G318 bis nach Tingri. Zwischen Tingri und Nyalam biegt man dann ab und fährt am Peiku-Tso-See vorbei ins Kyirong-Tal. Bei gutem Wetter kann man unterwegs und in Kyirong den 8.027 m hohen Berg Shishapangma sehen. Von der Stadt Kyirong zur Grenze ist es noch 24 Kilometer.

Hinter der Grenze liegt Rasuwa Gadhi bzw. Rasuwa Ghadhi auf der nepalesischen Seite. Die etwa 140 Kilometer lange Straße von Rasuwa nach Kathmandu ist eher schlecht und soll nach Plan der Nepalesischen Regierung in den kommenden 2 Jahren erneut bzw. verbessert werden. Dies könnte höchstwahrscheinlich der Grund dafür sein, dass der Grenzübergang Kyirong / Rasuwa für ausländische Touristen nicht geöffnet werden kann, bis diese Straße ausgebaut und als sicher eingestuft worden ist.

Grenzübergang Sher / Hilsa

Der Grenzübergang Sher / Hilsa wird in der Regel benutzt von Pilgern und Trekkern zum heiligen Berg Kailash und zum heiligen See Manasarovar in West-Tibet. Auf der chinesischen Seite gibt es eine Straße von Sher über der Grenzstadt Purang nach Darchen, einem Ausgangspunkt für Umrundung um den Kailash (Kora). Auf der nepalesischen Seite ab/bis Hilsa existiert hingegen keine Straße. Man muss ein mehrtägiges Trekking durch ein Grenzgebiet zwischen Simikot und Hilsa unternehmen. Um Simikot zu erreichen, muss man zuerst von Kathmandu nach Neplagunj fliegen. Die Stadt Neplagunj liegt ganz im Südwesten Nepals an der indischen Grenze. Dort wartet man auf ein ideales Flugwetter, um in den ersten Morgenstunden mit einem kleinen Flug nach Simikot zu fliegen. Bei schlechtem Wetter kann es Tage dauern, bis ein Weiterflug nach Simikot möglich ist.

Der Grenzübergang Sher / Hilsa ist daher nicht geeignet für die normalen Gruppenreisen und Privattouren durch Nepal und Tibet.

Kombinationsreisen Tibet und Nepal momentan nur mit dem Flug möglich

Da es auf der nepalesischen Seite am Grenzübergang Sher / Hilsa keine Straße gibt und die beiden Grenzübergänge Zhangmu / Kodari und Kyirong / Rasuwa für ausländische Touristen geschlossen bleiben, besteht momentan keine Möglichkeit für eine Kombinationsreise Tibet und Nepal per Auto oder Bus auf dem Landweg. Realisierbar ist nur mit einem Flug zwischen Lhasa und Kathmandu mit Air China (CA) oder mit Sichuan Airlines (3U)

Hinflug Lhasa – Kathmandu

  • Lhasa – Kathmandu CA407 (12:10/11:10), nur Di. Mi. Do. Sa. & So.
  • Lhasa – Kathmandu 3U8719 (10:55/10:10), nur Di. Do. & Sa.

Rückflug Kathmandu – Lhasa

  • Kathmandu – Lhasa CA408 (10:55/10:10) nur Di. Mi. Do. Sa. & So.
  • Kathmandu – Lhasa 3U8720 (11:10/14:55), nur Di. Do. & Sa.

Einweg-Flug auf dieser Strecke kostet etwa 300 bis 400 Euro je nach Airlines und Saison.

Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf einer Überlandtour zwischen Lhasa und Kathmandu, wie z.B. Gyantse, Shigatse, Yamdrok-See, Sakya-Kloster, Rongbuk-Kloster und Everest-Basislager kann man trotzdem besichtigen. Man kann aber nach der Besichtigungen des Rongbuk-Klosters und des Everest-Basislagers nicht über Tingri weiter nach Kathmandu fahren, sondern nach Lhasa zurückkehren.

Wir müssen alle unsere Überlandtouren zwischen Lhasa und Kathmandu an dieser Situation anpassen und bitten unsere Gäste um Verständnis. Außer des Flugs Lhasa-Kathmandu gibt es zum jetzigen Stand im August 2016, und mit großer Wahrscheinlichkeit auch in den folgenden zwei Jahren, leider keine Alternative.

Unsere Reiseangebote für Tibet und Nepal

 

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